Wettmauern mit Hermann Maier:

Beste Werbung für Lehre am Bau

Maier: „Wäre gerne auf dem Bau geblieben“

Beste Werbung für die Lehre am Bau war das Wettmauern mit Hermann Maier am Samstag Vormittag auf der Lehrlingsbaustelle in Schwarzach: Der „Herminator“ zeigte, dass er nicht nur auf der Skipiste was drauf hat. Er wurde mit den Lehrlingen der Lehrlingsbaustelle Zweiter hinter dem Vorarlberger Team von Jäger-Bau.
Den Beruf habe er gewählt, weil er kurz zuvor seinen Eltern beim Bau einer Garage geholfen habe, schilderte der Dreifach-Sieger des Ski-Gesamtweltcup. Außerdem habe er mit diesem Beruf im Winter Zeit zum Skifahren gehabt.
Dass der Beruf als Maurer nicht leicht ist, merkte er aber sofort: Am dritten Tag wollte er bereits alles hinschmeißen, weil ihm die harte Arbeit so in den Knochen steckte. Doch der Ehrgeiz siegte schon damals und Maier fand doch noch Gefallen am Job. Bereits im dritten Lehrjahr habe er selbst einen Rohbau hochgezogen, erzählt er nicht ohne Stolz.
Insgesamt sieben Jahre lang arbeitete Maier schließlich als Maurer, bevor ihm seine Skikarriere quasi „dazwischenkam“. Sonst wäre er gerne auf dem Bau geblieben und hätte eine Karriere „Richtung Bauleitung oder Architektur“ angestrebt, erzählte Maier beim Wettmauern auf der Lehrlingsbaustelle in Schwarzach.
Organisatoren zufrieden. Sehr zufrieden mit der Veranstaltung zeigte sich das Organisationsteam um Lehrlingsbaustelle-Initiator Andreas Müller von der Initiative Handwerk Marketing GmbH. „Sieger bei dieser Veranstaltung war die Lehre am Bau“, so Müller. Und genau dafür will die Lehrlingsbaustelle in Schwarzach werben.
Müller hatte als Herausgeber der Bauherrenmappen bei hunderten Gesprächen mit Handwerkern immer wieder gehört, wie schwer es sei, gute Lehrlinge zu finden. „Mit unseren Bauherrenmappen möchten wir sowohl den Bauherren einen guten Service bieten als auch das regionale Handwerk unterstützen. Deshalb sind wir auf die Idee gekommen, unseren künftigen Firmensitz ausschließlich von Lehrlingen bauen zu lassen“, schildert Müller. „Wir wollten zeigen, wie vielfältig und interessant die Lehre am Bau ist.“

Parallelen zum Skifahren. Der wohl prominenteste Maurer der Welt sieht sogar Parallelen zwischen der Arbeit am Bau und seinem derzeitigen Beruf, dem Skifahren: Beides sei „teilweise ein bissel gefährlich. Es ist gut, wenn man die Augen offen hält.“ Zudem seien beide Jobs eine „körperliche Herausforderung“. Aber natürlich gibt es auch Unterschiede: „Skifahren ist ein Einzelsport, am Bau geht es um die Teamleistung.“

Sportlich fühlt sich Maier auf dem richtigen Weg: „Es geht steil bergauf. Außer einer guten Bruchheilung und einem Meter Schnee fehlt nix mehr für die kommende Saison.“ Klar sei aber auch, dass „es nie mehr so sein wird wie früher“. Er „hoffe, dass das bis zum Herbst der Fall sein werde“. Maier: „Wenn ich ungefähr wieder bei zwei Dritteln stehe, müsste es aber auch reichen.“

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