Bartenstein: Lehrlingsbaustelle ist „exzellentes Beispiel“
„Ein bemerkenswertes Projekt, das sehr gut in die Zeit passt“, nannte Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein Donnerstag Nachmittag das Projekt Lehrlingsbaustelle. Sie sei „ein exzellentes Beispiel dafür, wie man junge Menschen für eine Lehre begeistert.“

Bartenstein stellte seinen Vorarlberg-Aufenthalt unter das Motto „Innovation“. Da passe die Lehrlingsbaustelle gut ins Bild, so der Minister. Einerseits hätten in Österreich viele Jugendliche das Problem, keine Lehrstellen zu finden. Andererseits gebe es in Branchen wie dem Tourismus oder dem Bau- und Baunebengewerbe zunehmend Nachwuchssorgen.

Das Projekt Lehrlingsbaustelle sei für die Branchen rund um den Bau sicher „Teil einer Antwort“, um die nötige Attraktivität bei Jugendlichen zurück zu gewinnen. Bartenstein: „Es ist gut, dass Sie sich da engagieren.“ Er verwies aber auch auf die Bemühungen der Bundesregierung, etwa in der „Jugendbeschäftigungsinitiative“ oder die Ausbildungsprämie von 1000 Euro für Lehrbetriebe.

Unterstützung gefragt. Der Geschäftsführer der Initiative Handwerk Marketing GmbH, Projektleiter Andreas Müller, bat um die Unterstützung des Wirtschaftsministers bei den Folgeprojekten in der Steiermark, dem Burgenland und Niederösterreich. In der Steiermark, südlich von Graz, ist bereits der Spatenstich erfolgt, die beiden übrigen Projekte sind in Vorbereitung.

Müller will sich aber nicht nur an die Jugendlichen wenden, die mit dem Projekt für eine Lehre am Bau gewonnen werden sollen: Auch die Unternehmen müssten alles tun, um die duale Ausbildung attraktiver zu machen. „Lehrlingsausbildung muss Chefsache werden“, verlangte Müller.
Andreas Müller (rechts) präsentierte das Projekt Lehrlingsbaustelle Wirtschaftsminister Bartenstein und Wirtschafts-Landesrat Manfred Rein.