Erfolgreicher Abschluss der ersten steirischen Lehrlingsbaustelle

Team der steirischen Lehrlingsbaustelle besiegte Herminator Hermann Maier & Co

Mit einem „starken“ Schlussevent ist am Samstag die erste steirische Lehrlingsbaustelle erfolgreich zu Ende gegangen. Bei einem Wettmauern besiegte das Team der steirischen Lehrlingsbaustelle das Promi-Team mit
Herminator Hermann Maier, Big Otto Wanz, „Draken-Zieher“ Rupert Mörth und Bau-Innungsmeister Werner Frömmel klar. Projektleiter Robert Mörth von der Initiative Handwerk zog eine positive Bilanz des Projekts Lehrlingsbaustelle.

Seit dem Spatenstich im vergangenen Oktober hatten auf der ersten steirischen Lehrlingsbaustelle ausschließlich die Lehrlinge das Sagen: In nur elfmonatiger Bauzeit errichteten 43 Lehrlinge aus 16 Lehrberufen eine Nachmittagsbetreuung für die Volksschule Fernitz mit rund 300 Quadratmetern Nutzfläche.

Von der Grundmauer bis zum Dach, von der Heizung bis zur Gartengestaltung waren sie für die Bauausführung allein verantwortlich. Ihre Lehrlingsausbildner hielten sich bewusst im Hintergrund und überwachten die Arbeiten nur, um Baumängel zu vermeiden.

Hochwertige Arbeit. Doch die Jugendlichen bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen: „Es gab kein einziges nennenswertes Problem. Die Jugendlichen haben wie die Profis gearbeitet“, schildert Projektleiter Robert Mörth, Geschäftsführer der Initiative Handwerk Marketing GmbH. Auch ein Sachverständiger der Wirtschaftskammer prüfte die Bauausführung. Er sprach von „tadelloser Arbeit“.

Ziel des Projekts war es, Werbung für die Lehre am Bau zu machen. So stellten die Lehrlinge selbst ihre Berufe in einer 15-teiligen Fernseh- sowie Zeitungsserie vor. Über die Website www.lehrlingsbaustelle.at war die Arbeit live mitzuverfolgen, mehr als 15.000 Zugriffe waren dort zu verzeichnen. In Fernitz warb die vermutlich größte Bautafel der Steiermark auf mehr als 100 Quadratmeter für das Projekt.

Wettmauern als Höhepunkt.
Höhepunkt war aber sicherlich die Abschlussveranstaltung am Samstag. Hermann Maier trat zusammen mit Catcher Otto Wanz, Kraftlackel Rupert Mörth und Bau-Innungsmeister Werner Frömmel zum Wettmauern an. Gegner waren die Lehrlingsteams der steirischen und der vorarlberger Lehrlingsbaustellen.

Die Lehrlinge besiegten die „starken“ Promis dabei klar. Genau jene vier Maurerlehrlinge, die die Kinderbetreuung in Fernitz hochgezogen hatten, waren auch beim Wettmauern erfolgreich. Sie stellten in nur 29 Minuten ein kleines Häuschen inklusive Dachstuhl im Rohbau auf.

Herminator begeistert. „Ich finde es super, dass man auf diese Weise schaut, dass die Lehre am Bau wieder ein besseres Image kriegt“, zeigte sich Maier nach dem Wettmauern begeistert. Maier ist selbst gelernter Maurer. An seinem Beruf habe ihm vor allem gefallen, „dass man am Abend sieht, was man geleistet hat“. Zudem habe er als Maurer im Sommer gut verdienen und im Winter Skifahren können.
Für die kommende Saison steckt Maier die Erwartungen bewusst nicht zu hoch: Er sei derzeit zwar ganz gut in Form, aber „der Fuß ist noch so sensibel, dass jederzeit wieder ein Rückschlag möglich ist“. Er werde aber noch mindestens eine Saison brauchen, um zur alten Sicherheit zurück zu finden.

Arbeit geht weiter. Dass die Arbeit für ein besseres Image der Lehre am Bau noch nicht zu Ende ist, darüber sind sich allen Projektbeteiligten einig. In Niederösterreich findet in wenigen Wochen der Spatenstich zu einem Folgeprojekt statt. Bei der ersten niederösterreichischen Lehrlingsbaustelle wird ein Ferienheim für todkranke Kinder im Waldviertel gebaut.

„Für die Steiermark gibt es bereits vielversprechende Gespräche zwischen Initiative Handwerk und Wirtschaftskammer, wie die Imagearbeit für Lehrlinge weiter geführt werden soll“, so Projektleiter Robert Mörth.


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Rückfragehinweis:
Initiative Handwerk Marketing GmbH, Geschäftsführer Robert Mörth, Telefon 0664/4209669

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